Caritativer Förderverein Bingen bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helfern Zu einer kleinen Feierstunde zum „Tag des Ehrenamtes“ waren die ehrenamtlich tätigen Helfer des Caritativen Fördervereins in den Pfarrgemeindesaal eingeladen. Vorsitzender Otto Hahn begrüßte besonders Bürgermeister Jochen Fetzer, Gemeinderätin Anita Gauggel, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Brigitte Käppeler und die neue Leiterin der Sozialstation Sigmaringen Frau Faik. Für den verhinderter Pfarrer Kasimir Fatz verlas Frau Rollbühler ein Grußwort. Danach berichtete Otto Hahn über die Arbeit des Vereins im vergangenen Jahr. So wirkten unter dem Dach des Caritativen Fördervereins fünf erfolgreich arbeitende Gruppen, die sich dem Dienst am Nächsten verschrieben haben. Altenbesuchsdienst Diese sind der Altenbesuchsdienst unter der bewährten Leitung von Frau Knoll. Es werden nicht nur Ältere zu Hause besucht, sondern auch Gemeindebürger, die in auswärtigen Heimen leben müssen, weil es in Bingen noch kein Seniorenheim für sie gibt. Insgesamt wurden 84 derartige auswärtige Besuche gemacht. Nicht selten sagten die Besuchten: „Kommt bald wieder!“ Darüber hinaus war diese Arbeitsgruppe u.a. in weiteren Bereichen aktiv: Rentnerfastnacht, Kranken- salbungsgottesdienst, Maikaffee zum Johannes Schreck Jahr, Altennachmittag auf der Ruine Hornstein, Adventsfeier. Krankenhausbesuchsdienst Ein herzlicher Dank galt auch Frau Gönner mit ihrem Team. Sie hat mit ihren sieben Helferinnen 120 Patienten aus Bingen in den umliegenden Krankenhäusern besucht. Mit einem kleinen Präsent und mit einer tröstenden Unterhaltung haben sie den Kranken gezeigt, dass Leute aus ihrer Gemeinde Anteil nehmen an dem, was sie gerade im Hospital durchstehen müssen. Hospizgruppe Ein weiterer Dank galt auch der Hospizgruppe um Frau Rollbühler, die sich nun schon seit fünf Jahren der Sterbebegleitung widmet; eine sehr anspruchsvolle und sensible Aufgabe. Durch ständige Aus- und Weiterbildung bemüht sich das Team den Anforderungen gerecht zu werden. Besonders wahrgenommen werden auch die Totengedenkstunden, die jeweils im November stattfinden. Dazu werden die Angehörigen der im Jahr Verstorbenen zum gemeinsamen Gedenken eingeladen. Der rege Zulauf zeigt, dass diese Veranstaltung die Bedürfnisse der Trauernden trifft. Auch das Benefiz – Konzert – Chorus B am kommenden Sonntag wird von der Hospizgruppe mitgetragen. Nachbarschaftshilfe Seit 2003 besteht der Dienst der Nachbarschaftshilfe, der allen voran von Irmgard Moser organisiert wird. Im vergangenen Jahr wurden in 11 Haushalten rund 700 Stunden Unterstützung geleistet. Dabei ging es vorwiegend um Tätigkeiten wie Hilfen im Haushalt, Begleitung zu Ärzten, Begleitung bei Spaziergängen. Diese Hilfen tragen wesentlich dazu bei, dass Menschen, die nicht mehr allein in ihrem eigenen Haus zurechtkommen, nicht gleich ihre eigenen vier Wände verlassen müssen. Auch hier bedankte sich Otto Hahn noch einmal recht herzlich für die geleistete Arbeit. Senioren schulen Senioren am Computer Für jüngere und noch aktive Senioren besteht die Möglichkeit sich am Computer schulen zu lassen. Diese Initiative steht auch unter dem Dach des Caritativen Fördervereins und wird von Otto Hahn geleitet. Sie nennt sich BIT - Bingen. Computererfahrene Senioren schulen Anfänger und Fortgeschrittene im Umgang mit dem Computer, üben das Schreiben von Texten und E-Mails, das Bearbeiten von Bildern, und sie unterweisen in der vernünftigen Nutzung des Internets. Nicht ohne Stolz wies Hahn darauf hin, dass bereits über 300 Ältere aus Bingen und dem Umland erfolgreich geschult worden sind. Dies ist auch ein wesentlicher Beitrag dazu, geistig rege zu bleiben und ein Schritt gegen die Vereinsamung im Alter. Sein Dank galt auch hier seinem Helferteam. Seniorenwohnanlage „Bei vielen Menschen steht heutzutage das eigene Ego im Mittelpunkt“ sagte Bürgermeister Jochen Fetzer in seiner Ansprache, „und umso begrüßenswerter sei es, dass sich in der Gemeinde Bingen viele Bürgerinnen als ehrenamtliche Helfer in den Dienst am Nächsten stellen. Die Kommune ist auf Ihre Hilfe angewiesen, stellte er fest, Ihnen allen ein herzliches Vergelt`s Gott!“ Das „Altenproblem“ habe auch kleinere Gemeinden wie Bingen erreicht. Seit längerem wird versucht am Ort eine Seniorenwohnanlage zu etablieren, damit Ältere, die nicht mehr in ihrer Wohnung oder in ihrem Haus bleiben können, nicht in auswärtigen Heimen leben müssen und somit den Kontakt zu den Menschen in ihrem Umfeld verlieren. Der Gemeinderat habe schon in anderen Gemeinden Altenwohnanlagen besichtigt, um sich ein Bild machen zu können. Zuschüsse für solche Einrichtungen vom Bund oder dem Land gäbe es leider nicht.